Was passiert?

Noch bevor sich die MinisterInnen zum Walzer in der Hofburg die Hände reichen, wird ein internationaler Demonstrationszug – Treffpunkt 15:00 Westbahnhof – durch die Straßen Wiens in Richtung Hofburg aufbrechen. Dort soll es zu Kundgebungen und friedlichen Blockaden an den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten kommen.

Am Freitag, dem 12. März, um cirka 13:00 wird der Alternativgipfel am Campus der Universität Wien beginnen und bis Sonntag Mittag andauern.

Jeden Abend wird es kulturelle Veranstaltungen in verschiedenen Lokalitäten Wiens geben.

Wir sehen uns!

 

 

10 things we hate about Bologna

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Was ist bolognaburns? bologna burns

„Bolognaburns“ ist die Weiterführung der „#unibrennt“ Proteste, die im Spätherbst 2009 in Wien ihren Augang nahmen. Jetzt erarbeitet die Bewegung Gegenmaßnahmen zur geplanten 10 Jahre-Bologna-Jubiläumsfeier der Bildungs- und WissenschaftsministerInnen in Wien. In Anbetracht der aktuellen Situation und der Proteste der Studierenden an so vielen europäischen Universitäten sind diese Feierlichkeiten eine Verhöhnung für uns alle.

Bologna brennt!  uni protest

Der Bologna-Prozess und seine Umsetzung „brennen“, weil wir nicht denken, dass es ausreicht nur über bestehende Mängel zu diskutieren und hier und da ein wenig nachzubessern. Nein, wir verlangen einen grundlegenden Wandel der dem Bolognasystem zugrundeliegenden Ideen und Anschauungen. Nicht nur dass dieser Prozess bei der Umsetzung seiner ursprünglichen Idee, der erhöhten Mobilität, klar versagt hat, sondern es ist darüber hinaus vermehrt zu Restriktionen gegen die Studierenden und zu einer verstärkten sozialen Selektion des Hochschulzugangs gekommen.

... warum in Wien? Vienna protest

Die MinisterInnen treffen sich deshalb in Wien, weil Österreich in der Umsetzung des Bologna-Prozesses eine Vorreiterrolle gespielt hat. Das scheint Grund genug, warum am 11. Und 12. März 2010 die Bildungs- und WissenschaftsministerInnen aus 46 Staaten hierher kommen, um das 10-jährige Jubiläum des Bologna-Prozesses zu feiern.

...ein Problem von vielen, das der Bologna-Prozess auch Dir verursachen könnte:

Tatsächlich basiert der gesamte Prozess auf einem Verständnis, das Bildung den Erfordernissen des Marktes unterordnet, und somit Bildung zur Aubildung reduziert, welche den Reglementierungen der Markterfordernisse unterliegt. Unser Ziel kann also nicht sein, die Fehler oder Erfolge des Bolognaprozessen zu messen, sondern den Prozess in seiner Grundlage zu hinterfragen. Master und Ph.D. als Eliteprogramme, die vor allem Frauen ausschließen, die Einführung von Studienbeiträgen und die Unterfinanzierung der Universitäten, sowie die Entdemokratisierung derselben, sind die offensichtlichen Symtome. Die schwierige Finanzlage der Universitäten machen sich finanzstarke Konzerne zu nutze, die dadurch Einfluss auf Ausbildung und Wissenschaft gewinnen und diese nach ihren Interessen steuern können. Die vermehrte Aurichtung an den Interessen der Geldgeber betrifft nicht nur die Universitäten sondern den Bildungssektor generell. Die Möglichkeiten der Selbstbestimmung und somit die Grundlage für kritische Forschung und Lehre werden weiter eingeschränkt.

#unibrennt Occupied Audimax

Das ist der Name den sich die StudentInnenbewegung, die 2009 begann, in den ersten Tagen der Besetzung des Audimax, des größten Hörsaals der Universität Wien, selbst gegeben hat. Diese Bewegung kämpft gegen die Entdemokratisierung der Universitäten und andere „brennende“ Probleme, mit denen Bildungsinstitutionen in Österreich konfrontiert sind.

Unsere Forderungen